Wenn du glaubst, dass ein Konkurrent oder ein Bot dein Budget leert, prüfe zuerst, ob du diese Klicks überhaupt bezahlt hast. Google filtert die meisten ungültigen Klicks heraus, bevor sie berechnet werden, und schreibt einen Teil der übrigen später gut. Für den Rest gibt es den Antrag auf Überprüfung, und dafür verlangt Google bestimmte Belege.

Was Google von sich aus tut

Google findet ungültigen Traffic mit automatischen Filtern und manuellen Prüfungen: Bots, versehentliche Klicks, betrügerische Placements und Menschen ohne echtes Interesse an deinem Angebot, etwa einen Konkurrenten, der klickt, um deine Kosten zu erhöhen. Was dann passiert, hängt davon ab, wann der Traffic erkannt wird:

ErkanntWas Google tutWo du es siehst
Vor Ende des AbrechnungszeitraumsEntfernt ihn aus deiner Rechnung und deinen Kampagnenwerten und gibt die Kosten an das Kampagnenbudget zurückDie Spalte Ungültige Klicks (Kampagnen → Spalten → nach „Ungültige Klicks“ suchen)
Nach der AbrechnungSchreibt ihn im nächsten Abrechnungszeitraum gut, soweit angebracht und möglichAbrechnung → Zusammenfassung → Karte des Monats → Korrekturen, gekennzeichnet als Ungültige Aktivität; dazu der Bericht zu Gutschriften für unzulässige Aktivitäten im Berichtseditor

Die beiden Zahlen hängen nicht direkt zusammen. Viele herausgefilterte Klicks und eine kleine Gutschrift sind normal: Die Spalte zählt Klicks, die du nie bezahlt hast, und die Gutschrift deckt ab, was Google nach Abschluss der Rechnung gefunden hat.

Quelle: Google Ads-Hilfe, Über ungültige Zugriffe.

Schließe zuerst das Gewöhnliche aus

Googles eigene FAQ nennt Muster, die nach Betrug aussehen und oft keiner sind:

  • Ein Traffic-Anstieg. Saisonale Nachfrage, ein Konkurrent, der seine Anzeigen pausiert, oder deine eigenen Änderungen an Budget, Keywords oder Standorten können ihn auslösen. Sieh dir dein Änderungsprotokoll an.
  • Besuche mit null Sekunden. Viele Analysetools brauchen einen zweiten Klick, um einen Besuch zu messen. Wer deine Landingpage gelesen und dann verlassen hat, kann deshalb mit null Sekunden erscheinen.
  • Wiederholte IP-Adressen. Büros, Universitäten, Cafés und Mobilfunkanbieter bringen Hunderte oder Tausende Geräte hinter einer Adresse unter.
  • Klicks von außerhalb deines Zielgebiets. Wer nach deinem Standort mit Namen sucht oder die Google-Domain dieses Landes nutzt, kann deine Anzeige sehen.

Wirf außerdem einen Blick in die Spalte „Ungültige Klicks“, bevor du Belege sammelst. Ein externes Tool kann einen Klick markieren, den Google bereits herausgefiltert hat, und dieser Klick stand nie auf deiner Rechnung.

Wann du eine Überprüfung beantragen solltest

Beantrage sie, wenn das Muster diese Prüfungen übersteht: dieselben Quellen klicken immer wieder ohne Conversions, ein Anstieg ohne entsprechend mehr Conversions oder Leads, die sich beim Anruf als falsch herausstellen. Google prüft die Aktivität der letzten 60 Tage, also warte nicht, bis der Monat abgeschlossen ist.

Was du einreichst

Google bittet dich, vor dem Antrag Folgendes zusammenzustellen:

  • Deine zehnstellige Kundennummer.
  • Die genauen Daten der verdächtigen Aktivität.
  • Die Namen der Kampagnen und Anzeigengruppen sowie die Keywords, die den Traffic bringen.
  • Belege aus den Logs deines Webservers: die IP-Adressen hinter wiederholten oder nicht konvertierenden Klicks, die beteiligten Browser und Geräte und die GCLID jedes verdächtigen Klicks, mit der Google den Besuch der Anzeigeninteraktion zuordnen kann.
  • Bei ungültigen Leads eine Tabelle mit der GCLID jedes Leads und deiner Einschätzung, zum Beispiel was passiert ist, als du die Person angeschrieben oder angerufen hast.
  • Eine kurze Erklärung, warum der Traffic verdächtig ist, etwa 300 % mehr Klicks ohne mehr Conversions oder Klicks von außerhalb deiner Zielstandorte.

Wie du ihn einreichst und was zurückkommt

Reiche alles über das Formular zur Klickqualität von Google ein. Spezialisten prüfen den Traffic der letzten 60 Tage, was meist mehrere Arbeitstage dauert, und du bekommst das Ergebnis per E-Mail. Finden sie ungültigen Traffic, den die Filter übersehen haben, informiert Google dich über die Gutschrift.

Erwarte keine Antwort Klick für Klick. Google bestätigt nicht, welche einzelnen Klicks es als gültig oder ungültig eingestuft hat, weil das Betrügern zeigen würde, wie die Erkennung arbeitet.

Ein Hinweis ist ein Beleg, kein Urteil

Deine Logs und die Einstufungen jedes Tools sind Belege für die Prüfung durch Google. Google entscheidet, was als ungültig gilt und ob eine Gutschrift fällig ist. Eine Erstattung ist nie garantiert.

Wo AdProtektor ins Spiel kommt

Die Belege, die Google verlangt, stammen von deiner eigenen Website, und genau dort arbeitet AdProtektor. Sein Google Ads Erstattungsbericht, in jedem Tarif enthalten, exportiert eine CSV-Datei für den Zeitraum, den du wählst:

  • Jeden markierten Anzeigenklick mit GCLID, Klickzeit in UTC und in deiner Zeitzone, IP-Adresse, Einstufung (etwa Bot, Konkurrent oder Klickfarm), Bedrohungswert, Verweildauer, Scrolltiefe, Interaktionen und Kampagne.
  • Eine Zusammenfassung pro IP-Adresse mit ihren markierten Klicks und deren GCLIDs.
  • Markierte Klicks und die Markierungsquote pro Kampagne sowie Auffälligkeiten im Nutzerverhalten.

Der Bericht sieht nicht, welche Klicks Google bereits herausgefiltert hat. Vergleiche die Daten deshalb mit deiner Spalte „Ungültige Klicks“, bevor du den Antrag stellst. Und eine Gutschrift deckt nur Klicks ab, die schon passiert sind. Damit dieselben Quellen nicht wiederkommen, sperrt AdProtektor sie und trägt ihre Adressen in deine IP-Ausschlüsse bei Google Ads ein. Wenn du diese Liste von Hand pflegst, bringt unser kostenloser Generator für IP-Ausschlusslisten sie in das Format, das Google Ads akzeptiert.

Google zahlt zurück, was es als ungültig anerkennt. Dieselben Quellen von deinen Anzeigen fernzuhalten, ist dein Teil der Arbeit.

Um zu sehen, welche Klicks auf deine Anzeigen ungültig wirken, starte einen kostenlosen Test und füge das Tracking-Skript auf deiner Website ein. Die ganze Methode steht in So stoppst du Klickbetrug bei Google Ads.